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Auch für kleine und mittlere Unternehmen verändert die Welt sich wirklich

Auch für kleine und mittlere Unternehmen verändert die Welt sich wirklich

Wenn es um die Digitalisierung geht, sagen kleine und mittlere Unternehmen ( KMU) oft „wir haben jetzt keinen Bedarf“, „das legt sich wieder“ und „wir haben jetzt kein Budget.“ Aber die Realität ist, dass sich die Welt sich dank neuer Technologie schneller verändert, als Sie denken.
Nein, ich werde nicht wieder anfangen mit überstrapazierten Beispielen über den Erfolg von digitalen Plattformen wie Uber, Airbnb oder Apple. Und ja, nicht alles ist eitel Sonnenschein. Viele Technologien sind noch zu unreif, um bereits jetzt zum Wachstum beizutragen. Und ich werde nicht, wegen ihres angeblichen Rückstandes, mit dem Finger auf die KMU‘s zeigen. Mir geht es darum deutlich zu machen, dass wir uns in einer Übergangsphase befinden, in der die alte und die neue Welt noch nebeneinander existieren. Das gab es schon öfters: Pferd und Wagen, neben Autos und Traktoren. Letztendlich verschwanden Pferd und Wagen unbemerkt aus dem Straßenbild. Wenn Sie im übertragenen Sinne noch mit Pferd und Wagen arbeiten, ist es jetzt wirklich an der Zeit, den ersten Schritt zu machen.

Digitale Stahlplattformen

Lange dachte die Industrie, dass ihre Produkte immun sind gegen Digitalisierung. Aber heutzutage sind wir in der Welt der Plattformen, des 3D-Drucks und des Internets der Dinge angekommen. Die Natur der Dinge, Geräte, Gebäude verändert sich, sobald sie mit dem Internet verbunden sind. Selbst Stahl ist digital. Stahl und Metalle werden zunehmend über digitale Kanäle und Plattformen gehandelt. Statt linearer Lieferketten gibt es jetzt digitale Marktplätze für Stahl und Industrieprodukte. Für kleinere KMU-Händler ist ein eigener Webshop oft zu teuer und wollen sie in Zukunft überleben, müssen sie daher Online-Plattformen beitreten, die Kunden und Kleinhändler zusammenbringen. Am Ende dieser Entwicklung steht eine vollautomatische Stahlversorgung über das Internet der Dinge – mit oder ohne Stahlhändler. Gewinner werden die Händler sein, die sich frühzeitig entschieden haben ihre Prozesse zu digitalisieren.

Der Anwalt digitalisiert

Laut McKinsey ist eine wissensintensive Branche wie die Anwaltschaft durch die zunehmende Robotisierung ein gefährdeter Beruf. Das Erstellen, Durchsuchen und Verwalten von Verträgen wird unvermeidlich von Computern übernommen. Es mag jetzt noch nicht so schnell gehen, aber das kann sich schnell ändern. Kunden wünschen sich ein breites Spektrum an integrierten juristischen und nicht- juristischen Dienstleistungen und betrachten kritischer das Preis-Leistungs-Verhältnis. Inzwischen sind die großen globalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in diese Lücke gesprungen. Außerhalb der Anwaltskanzlei entsteht ein juristisches Ökosystem aus Rechtsberatung, legal tech Start-ups und juristischen Marktplätzen. Rechtsberater laufen die Gefahr, juristische Routinetätigkeiten and diese neue Konkurrenz zu verlieren. Vor allem kleinere Anwaltskanzleien verlieren aufgrund mangelnder Spezialisierung und Kundenorientierung an Boden. Derweil nehmen die größeren Kanzleien die digitale Innovation selbst in die Hand, um neue, kostengünstige Dienstleistungen zu entwickeln. Tätigkeiten am unteren Ende des Marktes werden vollständig automatisiert sein. Am Ende werden nur Firmen, die ihre Daten verwenden, um extra Mehrwert zu bieten, überleben.

Digitalisierung in Transport und Logistik

Manchmal passiert in einem Sektor viel, aber geht es nicht schnell genug. Die Niederlande sind im Bereich von Transport und Logistik führend, drohen aber diese Position zu verlieren. Die Niederlande sind kürzlich auf den sechsten Platz des Logistics Performance Index (LPI) der Weltbankzurückgefallen. Dabei ist das Bestreben, das die Niederlande im Jahr 2020 auf dem ersten Platz stehen. ImAutomotive Disruption Radar der Beratungsfirma Roland Berger sind die Niederlande vom ersten auf den vierten Platz gefallen, weil in Asien die Umstrukturierung der Mobilität durch autonomes Fahren energischer angegangen wird. Die größte Herausforderung in den Niederlanden ist die Fragmentierung des Logistiksektors, was zu Ineffizienz führt. So wird ein Lkw nur zu zehn Prozent der Zeit effektiv genutzt. Diese Probleme ermöglichen nicht nur, sondern erfordern regelrecht Vermittler, Plattformen, die Angebot und Nachfrage effektiv zusammenbringen können.
Kunden bestellen mehr und mehr online. Das bedeutet, dass Warenströme geschickt miteinander verknüpft werden müssen und ein Wissensaustausch und ein integrierter Ablauf zwischen Handel, Logistik und Transport zur Normalität werden müssen. Die Digitalisierung von Prozessen und die gemeinsame Nutzung von Logistikdaten gemeinsames Vereinbarungssystem wie IShare ist hierzu der erste Schritt. Es gibt zahlreiche regionale Initiativen. So investiert der Hafen von Rotterdam in eine Datenplattform, die helfen soll, Wartezeiten zu verkürzen und die Warte-, Lade- und Abfahrtszeiten zu optimieren. Dabei werden auch Echtzeitinformationen über die Verkehrssituation und Bearbeitungszeiten für den Güterverkehr integriert. Will der Mittelständler davon profitieren, muss er Prozesse digitalisieren. Die Anzahl der Logistikunternehmen mit einer digitalen Kettenstrategie nimmt daher auch zu.

Etwas weiter weg erscheinen noch dunklere Wolken.

Aufgrund der konvergierenden Trends von E-Commerce, Robotern, intelligenten Systemen und selbstfahrenden Autos entstehen radikal neue, innovative Lösungen, die Lieferketten auf den Kopf stellen. Die Aufmerksamkeit verlagert sich auf die letzten Meter der Hauszustellung. In den USA experimentiert Amazon bereits mit Drohnenlieferungen und auch in den Niederlanden spielt Albert Heijn mit dieser Idee. Die Digitalisierung bringt enorme Effizienzgewinne, droht aber langfristig das bestehende Geschäftsmodell der Logistikbranche zu untergraben.

Dies alles sind nur Beispiele. Früher oder später wird auch Ihre Branche digitalisiert. Ihr Kunde, Ihr Partner, ist bereits digital. Ökosysteme kooperierender Parteien werden normaler. Die Zeit um zu handeln ist jetzt. Wenn Sie wissen möchten, welcher erste Schritt Ihnen die meisten Vorteile bringt, wenden Sie sich bitte an Irene.vanderKrol@leapstrat.com.

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